CIN-Bilder
aus der Region.

Album der 50. Woche
vom 8. bis 14. Dezember 1997


Beste Lebensqualität für arme Schlucker

Tübingen bietet die beste Lebensqualität! Dies jedenfalls meldete im September 1995 das Nachrichtenmagazin Focus nach einem bundesweiten Vergleich zwischen mehr als 500 Städten und Landkreisen.

Zu einem ganz anderen Ergebnis kommt jetzt das Statistische Landesamt in Stuttgart. Dort verglich man die Kaufkraft der Einwohner Baden-Württembergs und stellte fest, daß es deutliche regionale Unterschiede gibt. So verfügt beispielsweise der Stadtkreis Baden-Baden über die höchste Kaufkraft im Südweststaat. Mehr als 25.500 Mark kann dort - zumindest statistisch gesehen - jeder Einwohner pro Jahr auf den Kopf hauen.



Auch den Tübinger Nachbarn scheint es diesbezüglich nicht schlecht zu gehen. Balingen und Reutlingen liegen immerhin an 9. und 10. Stelle der Statistik, die insgesamt 44 baden-württembergische Kreise aufführt.

Nur der Landkreis Tübingen belegt den ruhmlosen vorletzten Platz. Gerade mal 19.700 Mark hat hier der Durchschnittsmensch, um damit ein Jahr lang sein Leben zu fristen.

Wie kommt denn das? Fragten sich die Statistiker und lieferten gleich eine ganze Reihe von Erklärungen dazu: Entscheidend ist für Tübingen der hohe Anteil von geringverdienenden Studenten. Darüberhinaus sind hier aber auch die Mieten besonders teuer und schlucken einen großen Teil des Einkommens gleich wieder weg. Außerdem liegt das Lohnniveau in und um die Uni-Stadt herum nicht allzu hoch. Viele arbeiten hier im öffentlichen Dienst, der traditionell schlechter als die Industrie zahlt.

. Fotos und Bericht: CityInfoNetz


Neue Infotafel am Ortseingang

Vor ein paar Tagen ist ein neues Schild am Tübinger Ortseingang bei Lustnau aufgetaucht. Die ziemliche große Tafel hat natürlich sofort das Interesse der Automobilisten geweckt. Sollte da schon wieder ein mysteriöses Verkehrsleitsystem das Licht der Welt erblickt haben?

CityInfoNetz schickte einen Mitarbeiter vorort, um die Sache zu erkunden. Er konnte aber bald Entwarnung geben: Es handelt sich um eine gewöhnliche Infotafel mit Stadtplan, die für die ortsunkundigen Autofahrer bestimmt ist.

Anders als bei den kryptischen Verkehrsleit-Täfelchen, die vor einigen Wochen wieder demontiert werden mußten, hat die neue Infotafel eine Parkbucht spendiert bekommen, so daß ihr Inhalt in Ruhe studiert werden kann.

. Fotos und Bericht: CityInfoNetz


Fotogalerie bei Heckenhauer eröffnet

Warum sind die Bilder so winzig? Das wird sich mancher Besucher der neuen Galerie für Fotografie in Tübingen fragen. Zwölf kleine Bilder hängen an den Wänden , der Betrachter kann sie nur erkennen, wenn er ganz dicht an sie herantritt. Dann sieht er alte, gebrechliche Menschen, sie liegen oder sitzen in Krankenhausbetten, allein gelassen in einem kahlen Zimmer oder Flur.



Galerist Roger Sonnewald erklärt die Intention des Fotografen Jens Liebchen: Ein Besucher kann immer nur eine Fotographie betrachten. Dadurch ist er allein gelassen mit dem Bild und erfährt die Situation der alten Menschen: Einsamkeit, allein sein.

Die Bilder sowie eine Videoinstallation sind in der neu eröffneten Galerie, einem alten Gewölbekeller, noch bis zum 5. Januar zu sehen. Die Ausstellung kann täglich von 10 bis 18.30 Uhr, samstags von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist kostenlos, Besucher müssen sich bei Roger Sonnewald im Antiquariat Heckenhauer, Holzmarkt 5, melden.

Fotos: CityInfoNetz Bericht: Christine Alrutz-Ziemssen


Tübinger Weihnachtsmarkt

Nieselregen am Freitag, Samstag und erst recht am Sonntag begleitete den Tübinger Weihnachtsmarkt. Das Publikum ließ es sich nicht verdrießen und strömte wie gewohnt in Massen der Tübinger Altstadt zu.

Wer wollte, der konnte sich dort (siehe unser Bild) noch das richtige Outfit für die festlichen Stunden besorgen. Übrigens: Der freundliche Herr sprach nur englisch und verkaufte, wie er sagte, im Auftrag einer Dame aus Holland.



Ansonsten gab es - wie erhofft und erwartet - nicht nur den landauf landab bekannten Weihnachtskommerz, sondern auch die liebevoll hergerichteten Buden von Kleinkünstlern, Privatleuten und Vereinen. Im Bild haben wir die Maultaschen am Stecken festgehalten, die die "Ammerdaal-Hexa" offerierten.



Zwischen den Ständen waren immer wieder musikalische Darbietungen der Tübinger Kids zu hören. Außer zarten Flöten, Geigen und Gesang kam dabei auch schon mal eine kräftige elektronische Orgel zum Einsatz.
. Fotos und Bericht: CityInfoNetz


























Tübinger Gymnasien gehen online

Am Samstag hatten die Tübinger Gymnasien eingeladen, um den offiziellen Startschuß ins Internet zu feiern. Dank der Förderung durch das Landesprogramm "SAN" (Schulen ans Netz) konnten sich Eltern, Lehrer, Schüler und Freunde in den für diesen Anlaß erweiterten Computerräumen der jeweiligen Schulen über das Internet im Allgemeinen, aber auch über schulspezifische Möglichkeiten informieren.

Das Surfen im "WorldWideWeb" (unter besonderer Berücksichtigung der unterrichtsrelevanten Aspekte :-) ) war natürlich allerorten das Thema Nr. 1. Aber auch andere Internet-Dienste wurden gezeigt und erklärt wie z. B. "eMail", (das ist die neue elektronische Post). Hier erhielt das Uhlandgymnasium eine (fingierte) Grussbotschaft von Billy Gates. Darüberhinaus wurde dem interessierten Publikum das "Chatten" ("Schwätzchen" per Computer mit Gleichgesinnten in aller Welt), "Telnet" (Fernbedienung von Computern über das Internet) und "news" (Nachrichtenbretter über jedes mögliche, aber auch unmögliche Thema) nähergebracht.

Mitglieder der verschiedenen Internet-AGs an den Schulen führten das Programmieren von "html-Seiten" vor und ließen sich bei der Bildbearbeitung für Web-Grafiken über die Schulter schauen. Im Wildermuth-Gymnasium konnte eine digitale Kamera ausprobiert werden, und das Carlo-Schmid-Gymnasium schickte "live-Bilder" in alle Welt. In der Geschwister-Scholl-Schule wurde Wert auf Kommunikation gelegt, während das Kepler-Gymnasium eindrucksvoll die zuweilen noch auftretenden technischen Schwierigkeiten demonstrierte ;-).

Viel Beachtung fanden natürlich auch die eigenen "Homepages" der Schulen: Allgemein fiel auf, daß die bis vor kurzem noch meistgestellte Frage: "Ja, brauchen wir das denn überhaupt" durch ein "ja, wie funktioniert denn das überhaupt" ersetzt worden war.
. Fotos und Bericht: Simone Sommer
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