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Album der 29. Woche I
vom 13. bis 19. Juli 1998


Erläuterungen zu "Raum",
"Bewegung" und "Utopie"
aktuell.gif - 1,45 K "Ex-Sprayer"
Naegeli in Tübingen

Bekannt wurde Harald Naegeli als "Sprayer von Zürich".

Bereits 1977 hatte er begonnen, seine Graffiti, die er auch als politische Agitation verstanden haben wollte, an öffentliche Gebäude zu sprayen.

Mehrere Male hat er auch Tübingen besucht und an zehn Stellen seine Spuren mittels Srpaydose hinterlassen.



Der Künstler mit Sammlungsleiterin
Anette Michels und dem Leiter des Zeicheninstituts Frido Hohberger
Dem Zeicheninstitut der Uni Tübingen ist es nun gelungen, ihn zu einer Ausstellung und einem Künstlergespräch gewinnen.

Vor einem zahlreichen und interessierten Publikum erläuterte er dort am Mittwoch sehr philosophisch seinen Werdegang und seine aktuelle Arbeit.

Im Gegensatz zu seinen damals eilig "hingeworfenen" Spraybildern arbeitet er jetzt Monate an einem Werk.


Auch verbal zog Naegeli
das Publikum in seinen Bann


Fotos und Bericht: Hans Paysan
Er reduziert seine Raum-Wolken auf mit der feinsten Feder auf strukturloses Papier aufgetragene schwarze Tuschpunkte.

Die Farbe wird als körperhaft verbannt. Seine Begriffe "Raum" "Bewegung" und "Utopie" gaben die Basis für Fragen und Antworten.

Übrigens hat Harald Naegeli der Graphischen Sammlung des Kunsthistorischen Instituts 51 Radierungen gestiftet. Sie sind noch bis zum 5. September 1998 in der Bibliothek der Universität zu betrachten.
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