Leela Weitz, "bekannt aus Film, Funk, und Fernsehen", blickte "diskret & seriös" sowie "100% zutreffend" in die Kristallkugel.
Der Geruch von Räucherkerzen und sanfte Meditationsklänge durchströmten
die Sphäre am Samstag und Sonntag im Tübinger Casino. Auch energiegeladene Luft und positive Schwingungen fand der Besucher bei den Esoterik-Tagen - wenn er denn daran glauben wollte.
Auch unser Fotograf machte sich
auf die Suche nach dem Karma.

Die Funktionsweise der Wünschelrute wurde an einer Tasse mit grünem Tee demonstriert.
Und die Aussteller hatten wieder mal alles aufgeboten, was in der Szene
wichtig ist: Heilsteine, Klangschalen, Schutzsymbole, Pendel, Wünschelruten,
Horoskope. Kräftig langten sie auch zu: Zum Eintritt von zwölf Mark für einen
Tag, 20 Mark für beide Tage verlangte so manche Einzelsitzung oder ein
Schutzamulett seinen hohen Preis. Sonderveranstaltungen wie etwa "Die
hautnahe Praxis des Familienstellens" waren im Eintrittsgeld nicht inbegriffen.

Das Orgasmatron verspricht, seinen Benutzer "bis ins Mark erschauern" und "möglicherweise in einen Zustand vollkommener Verzückung geraten zu lassen".
Zwei Tage also herrschte der esoterische Geist im Casino und schielte auf
die Geldbörse der Besucher/innen. Die waren überwiegend jung und
weiblich. Wenn es denn geholfen hat, wissen sie jetzt "Wie Liebe gelingt", wie
"Feng Shui" funktioniert, und dass Engel und Heilsteine eine "göttliche hohe
Schwingung" haben und uns helfen.

Die zahlreich vertretenen Kartenlegerinnen plauderten aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ihrer Kund(inn)en.
Schön. Die Patentlösungen aus angeblich "höherem Wissen" finden offenbar immer
noch eine aufnahmewillige Klientel, die nach schnellen Lebenshilfen in akuten Nöten
sucht.
Aus dem CIN-Archiv:
Links zum Thema:
Bericht: Manfred Hantke
Fotos:
cityinfonetz
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Der Server des Bundestags bietet zahlreiche Möglichkeiten sich über die Tätigkeit der Abgeordneten zu informieren.
Im Mittelalter hatte das Deutsche Reich keine richtige Hauptstadt. Die
Kaiser und ihre Beauftragten regierten überwiegend im Umher-Reisen. Und
das war bekanntlich beschwerlich. Heute scheint dagegen vieles
einfacher. Es gibt nicht nur Post, Bahn und Auto sondern auch moderne
Kommunikationsmöglichkeiten wie Telefon, Fax, und last not least das
Internet.
Trotzdem verbringen die Regierenden und Abgeordneten einen guten Teil
ihrer Arbeitszeit auf der Strecke. Berlin ist weit und Tübingen eine
geradezu abgelegene Provinz. Um so wichtiger, dass sich "unser Mann" und
"unsere Damen" in der Hauptstadt der modernen
Kommunikationsmöglichkeiten auch tatsächlich bedienen. Wir haben uns
einmal die Webseiten der Tübinger Abgeordneten angeschaut und
miteinander verglichen.
Hertas Homepage: mit eigener Adresse.
Herta Däubler-Gmelin sitzt seit 1972 für die SPD im Bundestag. Vor zwei
Jahren wurde sie Bundesjustizminsterin. Das hohe Amt machte die eigene
Web-Adresse zur Pflicht. Die Ministerin ist unter www.daeubler-gmelin.de im
Internet erreichbar. Ihre eMail-Adresse lautet genauso einfach
herta.daeubler-gmelin
@t-online.de.
Ihre WebSite kommt ohne Schnick-Schnack aus. Das Design ist allerdings
etwas zu schlicht geraten. Offenbar ist deshalb eine Überarbeitung der
Seiten gerade im Gange. Immerhin sind die wichtigsten Adressen,
Öffnungszeiten ihres Büros, Telefonnummern, eMail etc. schon
aufzufinden. Jede Menge Informationen gibt es zum Lebenslauf der
Ministerin. Sogar der komplette Text ihrer Dissertation (2 MB) lässt
sich auf Anfrage herunterladen. Vielleicht ist das als kleiner
Seitenhieb auf den vormaligen Bundeskanzler zu verstehen, dessen Diss
angeblich nicht mehr auffindbar ist.
Winfried Hermann: unterm virtuellen Dach des Bundestags.
Etwas ausführlicher würde man sich die Texte zur politischen Arbeit der
Ministerin schon wünschen. Hier ist aus dem letzten Jahr nur noch eine
Seite enthalten. Immerhin gibt es einen Link zum
Bundesjustizministerium. Dort stehen zahlreiche Mitteilungen, Reden und
Interviews zur Verfügung.
Verbündet mit den Sozialdemokraten aber ohne Regierungsamt ist Winfried
Hermann, Bundestagsabgeordneter vom Bündnis 90 / Die Grünen. Der in
Rottenburg geborene Hermann gehört erst seit zwei Jahren dem Bundestag
an. Zuvor war er überwiegend in der Landespolitik engagiert, u.a. von
1992 bis 1997 als Vorsitzender der Grünen in Baden-Württemberg.
Annette Widmann Mauz: Spartanische Infos.
Der Bündnis-Grüne hat seine Homepage beim Deutschen Bundestag abgelegt:
http://www.bundestag.de/
mdbhome/hermawi0.
Kein schlechter Platz, denn er ist über die Einstiegsseite des hohen
Hauses gut aufzufinden. Für eine Visitenkarte oder ein Wahlprospekt wäre
das "hermawi0" aber wohl weniger geeignet.
Übersichtlich gegliedert bietet Hermanns Homepage zahlreiche Reden und
andere Texte an. Hat man den Bundestags-Server aber erst einmal für sich
entdeckt, so ist man bald fasziniert von den technischen Möglichkeiten,
die dort mittlerweile zur Verfügung stehen. So werden zum Beispiel die
Reden im Parlament auf Video mitgeschnitten, verschlagwortet und in
einem Video-Archiv
abgelegt. Eine Suche nach Winfried Hermann lieferte eine ganze Reihe
seiner Redebeiträge, wie zum Beispiel den am 23. März 2000 über Doping im Spitzensport.
Leider blieb unsere Suche nach der dritten Vertreterin des Tübinger
Wahlkreises in Berlin ohne Ergebnis. Die Wahlkreis-Beauftragte Annette
Widmann-Mauz, die 1998 über die Landesliste der CDU ins Parlament gewählt wurde,
hat sich wohl noch keine eigene Homepage zugelegt, sieht man einmal von
einer spartanischen Seite mit
Lebenslauf und eMail-Adresse ab, die auf dem Bundestags-Server
hinterlegt ist.
Bericht: cityinfonetz
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Das Zollernland ist die Heimat der Zehensocken.
Letzte Woche machte ein Eintrag in unserer regionalen Branchen-Datenbank die Redaktion besonders neugierig. Unter dem Motto "Zehensocken für alle!" wurde auf eine Hechinger Homepage aufmerksam gemacht, die originelle Abhilfe für von Schweiß und Kälte geplagte Füße versprach.
Mit einem Klick auf http://www.zehensocken.de.vu machten wir uns auf die Reise ins "Land der Zehensocken".
Auch die "Landesschau" und "Brisant" waren "von den Socken" (begeistert).
Eigentlich kommen die Zehensocken ja aus Japan. Aber dem gelernten Strickmeister Bernd Letzgus und seiner Lebenspartnerin Angelika Schaupp gelang es in abendlicher Tüftelarbeit, sie in Farben, Form und vor allem bezüglich der Zehengröße den heimischen Erfordernissen anzupassen.
Am 1. Oktber 1999 fiel dann der Startschuss für die heimische Hobbyproduktion. Inzwischen hilft die gesamte Verwandtschaft bei "Letz go" mit, um die täglichen Bestellungen (bis zu 200 e-mails pro Tag vor Weihnachten) zu bewältigen.
Für Dreitastenmaus-User eröffnen sich interessante Aspekte...
Das Material für diese innovative Fußbekleidung besteht übrigens aus 95 % Baumwolle und 5 % Elastan, und ist somit bei 60 Grad waschbar und für den Trockner geeignet.
Es gibt vier Grundmodelle: "Basics", "Kunterbunt", "Ringel schmal" und "Blockringel" sowie ein Sondermodell "Hohenzollern" mit dem Motiv der Burg.
Außer den beiden Standardgrößen "klein" (35 bis 41) und "groß" (42 bis 48) sind auch Sonderanfertigungen bis Größe 60 möglich.
Das Fax spielt für Angelika Schaupp, die den Vertrieb organisiert, eine große Rolle.
Einen richtigen Nachfrageschub gab es im letzten Herbst, als das Fernsehen zu Besuch war. Seitdem boomt nicht nur der Sockenverkauf, auch im Gästebuch auf der Homepage tut sich einiges.
Neben Grüßen zufriedener Sockenträger aus aller Welt äußert hier auch eine Dame, die offensichtlich auf großem Fuße lebt, ihren Unmut über die eingeschränkte Farbauswahl bei den großen Größen mit dem Ausruf "Kiwigrüne Zehensocken für alle!"
Link zum Thema:
Bericht + Fotos: cityinfonetz
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