CIN-Bilder Magazin
Ausgabe vom 12. Februar 2001


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Besucherrekord beim Tübinger Fasnetsumzug
 
Vom Gutleuthaus zur gemeinnützigen Altenhilfe
 
Hochschulsport-Gala in der Alberhalle
 
Fasnetsumzug durch die Tübinger Altstadt (1)
am 11.02.2001 (45 sec)
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Die Gruppen der Narrenzunft Tübingen e.V. führten den Umzug an.

Nicht zuletzt das sonnige Wetter mit frühlingshaften Temperaturen sorgte beim fünften Umzug der Narren durch die Tübinger Altstadt für einen neuen Besucherrekord. Die Narrenzunft Tübingen e. V., die in diesem Jahr für die Organisation der Veranstaltung verantwortlich war, konnte rund 20.000 Zuschauer vermelden.

Wir haben mit der Kamera auf dem Marktplatz beobachtet.

Fasnetsumzug durch die Tübinger Altstadt (2)
am 11.02.2001 (45 sec)
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Eine Konfetti-Kanone, Purzelbäume und eine motorisierte Hexe.

Und nicht nur die Anzahl der Zuschauer, auch die über 4.500 Hästräger, darunter Teilnehmer vom Schwarzwald, Bodensee und sogar aus der Schweiz, machten Tübingen am Sonntag zur Fasnetshochburg.

Obwohl die Narrenzunft Rottenburg wegen des parallel stattfindenden Ringtreffens absagen mussten, war der Zug mit 72 Gruppen voll besetzt. 30 weitere Vereine, die ebenfalls noch mitmarschieren wollten, konnten nicht mehr berücksichtigt werden.

Fasnetsumzug durch die Tübinger Altstadt (3)
am 11.02.2001 (45 sec)
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Eine Rekordpyramide, Peitschengeknalle und eine nicht so damenhafte Dame.

Pünktlich um 13.30 Uhr ging es vom Aufstellort am Haagtorplatz los. Über die Jakobsgasse und Kornhaustrasse ging es in die Collegiumsgasse und dann in die Neue Strasse. Dann wieder zurück über den Holzmarkt und den Marktplatz die Haaggasse hinunter zum Ausgangpunkt, wo das Ende des Zuges dann gegen 16.30 Uhr wieder eintraf.

Diese lange Dauer war nicht nur auf die vielen Teilnehmer, sondern auch auf die zahlreichen und ausgedehnten Lücken innerhalb des "Rundzuges" zurückzuführen.

Fasnetsumzug durch die Tübinger Altstadt (4)
am 11.02.2001 (45 sec)
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Gefangen im Hexenkarussell und ein Jongleur.

Zunftmeisterin Katja Schuh, die immer wieder versucht hatte, mit Narrenrufen, Sprüchen und sogar Quizfragen die Pausen zu überbrücken, meinte schließlich: "Zu einem guten Umzug gehört auch ein richtiges Loch!"

So besehen gehörte der diesjährige Umzug sogar zu den sehr guten ... ;-)

Info: Die Stream-Versionen der Videoclips haben erheblich kürzere Ladezeiten, der Download hingegen die deutlich bessere Qualität. Die Basic-Version des Real-Players kann kostenlos hier heruntergeladen werden.

Aus dem CIN-Bilder Archiv: Links zum Thema:
Fotos + Bericht: cityinfonetz
  Pauline-Krone-Heim - ehemals Gutleuthaus: heute nicht mehr effizient genug.

Die Stadt Tübingen will ihre Altenhilfe doch nicht privatisieren, wie dies zunächst erwogen worden war. Statt dessen soll der bisherige Eigenbetrieb in eine gemeinnützige GmbH umgewandelt werden und in der Trägerschaft der Stadt verbleiben. Bei der geplanten Umwandlung und Sanierung der Finanzen soll die Ludwigsburger Firma "Kleeblatt Consult" mitwirken. Dies beschloss vor kurzem der Gemeinderat.

Betroffen sind das Bürgerheim in der Altstadt sowie das Pauline-Krone-Heim an der Wilhelmstraße. Beide Einrichtungen arbeiten bislang nicht kostendeckend, brauchen also jährlich einen kräftigen Zuschuss aus der städtischen Haushaltskasse. Und der soll künftig abgebaut werden. Zu teuer ist etwa das Fachpersonal, das nach Tarifen des Öffentlichen Dienstes bezahlt werden muss.


Bettelbrief fürs Tübinger Spital von 1291 (heute Bürgerheim). Seit dem 13. Jahrhundert werden hier die "sechs Werke der Barmherzigkeit" geübt.

Eigentlich müsste es ja egal sein, wer die Dienstleistung für die alten Mitbürger erbringt: die Stadt oder ein privater Betreiber. Das ist es aber offenbar nicht. Wie sollte man sonst die zahlreichen Besucher in der Gemeinderatssitzung erklären, die sich gegen eine Privatisierung stemmten. Vor der Sitzung gab es sogar eine kleine Demo mit Transparenten wie "Der Rat wird auch älter - denkt er da an Gelder?". Der Unmut vieler Bürger ist offensichtlich. Aber wo liegen die Ursachen dafür?

Vielleicht ist es die soziale Kälte, die eine reine Privatisierung offenbart hätte. Selbst die Pflegekosten auf dem Sterbelager werden heutzutage mit spitzer Feder kalkuliert und dürfen bestimmte Werte nicht mehr übersteigen. Auch das Altenheim ist mittlerweile ein Betrieb, der wie in der Industrie, an seiner Effektivität gemessen und danach bewertet werden kann.

Die gebende Hand: Symbol des Spitals (am heutigen Sozialamt).

Diese Vorstellung ist für viele schmerzlich. Denn sie widerspricht den Grundüberzeugungen, die seit Jahrhunderten tradiert sind. Dabei muss das christliche Weltbild gar nicht mal im Vordergrund stehen. Es genügt schon das Mitgefühl für den Mitmenschen, dem man eine Pflege nach Mindestkonfektion nicht zumuten möchte.

Gerade im Tübinger Fall wird auch deutlich mit welch' alter Tradition bei einer Privatisierung gebrochen würde. Sowohl das Pauline-Krone- als auch das Bürgerheim gehören zu den ältesten kommunalen Einrichtungen. Als Gutleuthaus und Spital haben sie schon im 13. Jahrhundert bestanden, und zwar exakt an den Plätzen, an denen sie heute noch stehen.

Ehemals Spital - heute Bürgerheim an der Schmiedtorstraße.

Offenbar gehörte die Versorgung der Pflegebedürftigen zu den wichtigsten Anliegen unserer Altvorderen. Erst auf diesen Fundamenten, dem christlichen Selbstverständnis und der praktizierten Nächstenliebe, hat sich die weitere Entwicklung der Gesellschaft vollzogen. Ein Splitter sicher nur von dem, was wir gerne christliches Abendland nennen. Aber vielleicht einer, der die Menschen auch heute noch bewegt.

Aus dem CIN-Bilder Archiv:
Fotos + Bericht: cityinfonetz
 
"Five for Feidman"
bei der Sport-Gala
am 08.02.2001 (49 sec)
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Kreative Tanzgestaltung und tänzerische Körperfreiheit: "Five for Feidman".

Von A wie Aerobic bis Z wie Zirkeltraining. Semester für Semester sporteln über 5000 Studiosi und Unimitarbeiter durch das Hochschulsport-Programm. Etwa 40 verschiedene Kurse werden allein in diesem Semester angeboten.

In einer dreistündigen Gala boten am Donnerstagabend zahlreiche Gruppen in ihr sportlich-semestriges Treiben.

"Akrobatik"
bei der Sport-Gala
am 08.02.2001 (49 sec)
Als "Stream" (Real-Video)
Als "Download" (882 KB)
Eine Menschenpyramide aus akrobatischen "Hochstaplern".

Ausgleichsgymnastik, Turnen, Fitness ganz traditionell. Künstlerisch- herausfordernd Pantomime, Flamenco, Bauchtanz. Oder Step- Aerobic mit grellfarbenem Kunststoffschemel.

Da heizt Ober- Stepper Luigi Irollo, cool-sonnenbebrillt, mit urschreiartigen Motivationsrufen seiner sechsköpfigen Damengruppe ein. Und die 1998 gegründete Kindertanzgruppe des Sportinstituts springt, hüpft, defiliert als trinkliedsingender Hofstaat.

Seit zwei Jahrzehnten ein Begriff: Die Vorführgruppe "Elementarer Tanz".

Schulter an Schulter, bei Rida- und Anschlagschritt verausgabt sich die Folkloregruppe von Michael Hepp bei osteuropäischen Kreistänzen in buntbestickter bulgarischer Tracht. Doch nicht zu übersehen, hier fehlt der studentische Nachwuchs. Der mag's lieber iberisch-latinisch oder gar orientalisch. Etwa als Bauchtänzerin mit galantem Fingerspiel und glitzernd-glänzenden Beinkettchen.

Nicht weniger als 28 Flamenco-Tänzerinnen dicht an dicht in geblümt-getupften Stufen- und Glockenröcken, schwingender Hüfteinsatz inklusive, durchmessen die rotlichtbeschienene Halle. Zwei Paare schleifen Tango tanzend durch den Raum.

Inge Seefluth, die Organisatorin und Verantwortliche der Sport-Gala.

Akrobatische Höchstleistungen, Salti, Pirouetten, Flick-Flacks auf dem schmalen Grat des Schwebebalkens leisten die sechs Kunstturnerinnen der TSG. Seilspringende Trampolinturner im Blaumann fliegen durch die Hallenluft.

Aus dem Hochschulsport-Programm nicht mehr wegzudenken: die asiatische Kampfkunst. Einst zur Selbstverteidigung, nunmehr Kunstform. Harmonisch-fließende, mitunter dynamisch-spannungsvolle Bewegungen des Tai Chi oder die asiatischen Holzhauer, die Taekwondo-Gruppe beim hölzernen "Bruchtest" gab's zu bestaunen.

Fazit: Ein kunstvoll-sportliches Kaleidoskop, das sich fortzusetzen lohnt.

Fotos + Videos: cityinfonetz Bericht: Susanne Wiedmann
 

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