Station 1: "Zu Ehren des Kindes" im Luise-Wetzel-Weg, vor dem Kindergarten.
Seit Ende Februar weisen 35 dunkelrote Wanderzeichen mit der Aufschrift "Rousseau in Tübingen" den Besuchern der Henri-Rousseau-Retrospektive den Weg von der Kunsthalle hinunter in die Altstadt Tübingens.
Entlang der Strecke sind großformatige Reproduktionen von Rousseau-Bildern aufgestellt, die auf den umgebenden Natur- und Kulturraum Bezug nehmen.
Station 2: "Kampf des Tigers mit dem Büffel" Neuer Botanischer Garten, im Tropicarium.
Dieser "Dschungelpfad" soll den vielen Kunstfreunden, die zu dieser umfassenden Darstellung des Gesamt-Werkes des "Zöllners" von nah und fern erwartet werden, einen zusätzlichen Anreiz bieten, den Ausstellungsbesuch mit einem Spaziergang in die Altstadt zu verbinden.
Wir haben von allen zehn Stationen Bilder aufgenommen. Die ersten vier befinden sich auf dieser Seite, die restlichen Fotos sind in einem
zusammengestellt.
Station 3: "La Carmagnolle" Elysium - Mittelpunkt des Landes Baden-Württemberg.
Der ausgeschilderte Weg beginnt bei der Kunsthalle und führt über den Kindergarten am Louise-Wetzel-Weg zum Tropicarium im Neuen Botanischen Garten. Dann geht es über das "Elysium" abwärts in Richtung Innenstadt. Der Weg führt nun über die Frondsbergstraße zum Stadtfriedhof und weiter zum Alten Botanischen Garten. Die erste Station in der Altstadt ist das Nonnenhaus. Nach einem kurzen Schwenk zur Neckarfront mit der Platanenallee wird schließlich der Marktplatz erreicht. Die letzte Station befindet sich dann oben auf dem Schloss Hohentübingen.
Station 4: "Karnevalsabend" in der Frondsbergstraße.
Die Wegzeit für die Gesamtstrecke von der Kunsthalle bis zum Schloss beträgt rund 120 Minuten. Für die Kurzstrecke von der Kunsthalle zum Nonnenhaus muss man 60 Minuten einberechnen und der Abstecher zum Botanischen Garten dauert 20 Minuten.
Aus dem CIN-Bilder Archiv:
Links zum Thema:
Fotos + Bericht: cityinfonetz
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Wer für eine ca. einminütige Ladezeit Geduld hat, den erwartet hinter diesem Bild ein interaktiver Rundgang.
Das Tübinger Kulturamt bietet an bestimmten Samstagen themenbezogene und kostenlose Führungen auf dem Dschungelpfad an. Die Spaziergänge, die jeweils um 16 Uhr beginnen, werden von einem Kunsthistoriker und einem Fachmann für das Thema des Tages begleitet.
Die Termine sind:
Samstag, 24.März 01:
Spaziergang von der Kunsthalle zum Schloss.
Samstag, 7.April 01:
Spaziergang auf der Platanenallee.
Samstag, 21.April 01:
Spaziergang vom Neuen zum Alten Botanischen Garten durch das Elysium.
Samstag, 5.Mai 01:
Marktplatz und Rathaus.
5. / 6.Mai 01:
"Geschichte erleben": Familienprogramm im Museum Schloss Hohentübingen.
Samstag, 19.Mai 01:
Spaziergang für Kinder: von der Kunsthalle in den Neuen Botanischen Garten.
Sonntag, 20.Mai 01:
"Ein Fest für Rousseau". Werkstatt für Szenisches Schreiben, Aufführung im LTT.
Samstag, 2.Juni 01:
Spaziergang auf dem Stadtfriedhof.
Samstag, 19.Juni 01:
Spaziergang vom Schloß zur Kunsthalle.
Der Verlauf der Strecke ist gut ausgeschildert. Einzelne Stationen sollten jedoch zuvor im Stadtplan lokalisiert werden.
Darüber hinaus wird ein Fotowettbewerb "Ansichten einer Stadt" für alle Besucher der Ausstellung veranstaltet. In den drei Kategorien "Über-Blicke", "An-Blicke" und "Augen-Blicke" gibt es Preise im Werte von über 2.000 DM zu gewinnen. Nähere Auskünfte gibt es bei der Stadt Tübingen.
Und auch an die kleinen Besucher ist gedacht. Kinder im Alter von sechs bis fünfzehn Jahren können mit ihren gemalten Eindrücken von der Ausstellung an einem Malwettbewerb teilnehmen. Gewertet werden Einzelarbeiten und Gruppenarbeiten von ganzen Schulklassen.
Bericht: cityinfonetz
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Wilhelmstraße heute: Hauptschlagader des Tübinger
Verkehrsgeschehens.
Unter allen Tübinger Straßen ist sie heute mit Sicherheit die
bekannteste: die Wilhelmstraße. Vom Lustnauer Tor bis nach Lustnau
hinaus durchzieht sie das Stadtgebiet. Kaum ein Besucher, dem die
Hauptschlagader des Tübinger Verkehrsgeschehens entgehen könnte. Und
kaum ein Tübinger, der sich nicht im Alltag mit der "akademischen
Rennbahn" auseinandersetzen muss.
früher: repräsentatives Wohn- und Uni-Viertel - mit
Botanischem Garten gegenüber.
Im 19. Jahrhundert ist sie als Hauptachse für ein neues
Universitätsviertel geplant worden. Alle weiteren Straßen sollten
parallel und rechtwinklig zu ihr verlaufen. Als erstes und zentrales
Gebäude wurde ab 1841 die Neue Aula errichtet. Schon 1846 folgten ihre
beiden Flügelbauten. Sie lassen den eingerahmten Platz seither wie
einen Ehrenhof aussehen. Das Geld für die prächtige Uni-Zentrale gab
der Staat. Kein Wunder also, dass man das neue Viertel und die
großzügige Straße - noch vor ihrer Fertigstellung - nach dem regierenden
König Wilhelm I. von Württemberg benannte.
Uni-Viertel (oben): Noch um 1900 schlängelte sich
die alte Landstraße nach Lustnau durchs Quartier. Das ehemalige
"Posthörnle" in der Nauklerstraße (unten): Die Fassade ist bis heute
auf die alte Landstraße ausgerichtet.
Obwohl die städtebaulichen Planungen schon Anfang der 1840er Jahre
festlagen, sollte es viele Jahrzehnte dauern, bis sie nach und nach
Realität wurden. Noch in den 1870er Jahren schlängelte sich die alte
Lustnauer Landstraße - fast wie im Mittelalter - durch das Gebiet. An
ihr lagen zahlreiche Gebäude, die nicht in das neue Raster passen
wollten. Nach und nach wurden sie deshalb in den folgenden Jahren
abgerissen. Heute existiert übrigens immer noch ein Gebäude, das sich
am Verlauf der alten Landstraße orientiert: die ehemalige Wirtschaft zum
Posthörnle in der Nauklerstraße. Weil das alte Wirtshaus schief zur
neuen Nauklerstraße verlief, hat man es später durch einen kleinen
Vorbau "begradigt".
Uni-Center setzt neue Dimensionen.
Gegenwärtig erlebt die Wilhelmstraße einen erneuten Umbau. Allerdings
wird es diesmal kaum Jahrzehnte dauern, bis man das Resultat bewundern
kann. Im letzten Jahr schon wurden im altstadtnahen Bereich die
Gehwege fußgängerfreundlich verbreitert. Und demnächst sollen auf dem
Geschwister-Scholl-Platz die Brunnen wieder rauschen, ganz wie in alten
Zeiten. Etwas weiter draußen ist das Stadtbild dann offenbar weniger
wichtig. Dort errichtet die Reutlinger Immobilienfirma Dr. Rall ein
neues "Uni-Center". Der kolossale Neubau wurde viel zu dicht an den
Brechtbau herangerückt und bildet mit ihm zusammen einen gewaltigen
Monolithen. Neue Dimensionen, die da gerade gesetzt werden! Noch vor
hundert Jahren hatten die Stadtplaner Besseres für die äußere
Wilhelmstraße im Sinn: Stadtgeometer Eberhard schrieb 1898 in den
Tübinger Blättern, man beabsichtige hier die Anpflanzung einer
"Mittelallee mit beiderseitigen Verkehrsstraßen, ähnlich der Straße
unter den Linden". Offenbar ist dieser Gedanke seither in Vergessenheit
geraten.
Aus dem CIN-Bilder Archiv:
Bericht: cityinfonetz
Fotos: cityinfonetz und Stadtarchiv / Paul Sinner
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