Helge Thun und Heiner Kondschak führten "zauberhaft" durch das Programm.
Am Mittwochabend fand im bis auf den letzten (Steh-)Platz gefüllten
Großen Saal des Landestheaters die "Erste Tübinger Zaubergala" statt.
Die Karten für diesen neuen "magic event", der vom TAGBLATT
mitveranstaltet wurde, waren in übernatürlich kurzer Zeit bereits im
Vorverkauf völlig ausverkauft.
"Doctor Marrax" riskierte bei seinen Kunststücken "auch mal ein Auge".
Helge Thun und Heiner Kondschak, die als "Der Schöne und das Biest" ja
selber auch mal in die Zauberkiste greifen, präsentierten sechs
Zauberkünstler aus dem gesamten Ländle, die allesamt über die Region
hinaus bereits von sich Reden und Staunen gemacht haben.
Und auch hier auf heimischem Boden rissen sie das Publikum mit bunten
und abwechslungsreichen Darbietungen zu wahren Beifallsstürmen hin.
Jorgos Katsaros aus Wankheim ist Deutscher Vizemeister im Zaubern.
Doch nicht nur die bereits erprobten Magiermeister auf der Bühne
schlugen die Zuschauer in ihren Bann. Auch zahlreiche Zauberlehrlinge
präsentierten sich und ihre Tricks vor Beginn und in der Pause
im Foyer.
Dort gab es auch einen Zauberladen, in dem die notwendigsten Dinge für
den täglichen Gebrauch in einem Magierhaushalt wie etwa Dracula-Gebisse,
Senf-Bonbons und Schoko-Maden feilgeboten wurden.
17 Jahr, blondes Haar und in der Preisträgerschar bei den Deutschen Jugendmeisterschaften: Magier Darwin.
Wegen des großen Erfolges und den vielen unerfüllt gebliebenen
Kartenwünschen soll es noch in diesem Jahr (vermutlich nach der
Sommerpause) eine Neuauflage der "Ersten Tübinger Zaubergala" geben.
Und die Planungen für die zweite Ausgabe dieser Erfolgsgala laufen
bereits …
Schneidermeister Julius Frack präsentierte eine bezaubernde Modekollektion.
INFOs zu den Video-Clips: Wie immer haben hier die Streams die
wesentlich kürzere Ladezeit, die Downloads hingegen die deutlich bessere
Qualität.
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Link zum Thema:
Fotos + Bericht: cityinfonetz
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Stadtbücherei in der Nonnengasse - jetzt auch online zu besuchen.
"Die Stadtbücherei ist an der Spitze unserer Stadtverwaltung auf dem Weg
zum virtuellen Rathaus". Das waren die lobenden Worte von
Oberbürgermeisterin Brigitte Russ-Scherer, als kürzlich der
online gegeben wurde. Seitdem kann man bequem zu Hause im Bücherbestand
der Nonnengasse recherchieren. Vergessen wir nicht den Bestand der vier
Zweigstellen in den Stadtteilen, deren Titel damit auch abrufbar sind.
Auch vor Ort kann an den Terminals recherchiert werden. Dabei sitzt das neue System nicht nur virtuell auf dem alten (Zettelkatalog) auf.
Im Fachjargon wird allerdings schon längst nicht mehr nur von Büchern,
sondern vielmehr von Medieneinheiten gesprochen. Denn außer
herkömmlich Gedrucktem wird eine stattliche Anzahl von
Literatur-Cassetten, Musik-CDs, CD-ROMs, Videofilmen und Spielen
angeboten.
Mehr als 200.000 Medieneinheiten sind im neuen elektronischen Katalog
gespeichert und recherchierbar. Ausgeliehene Titel sind entsprechend
gekennzeichnet, so dass man sich einen Metzgersgang in die Nonnengasse
künftig sparen kann.
Mehr als 200.000 Medien im Bestand: Bücher, Cassetten, Musik-CDs...
Nur die Bestellung der gewünschten Titel muss noch per Telefon oder
direkt vor Ort erledigt werden. Die Leiterin der Stadtbücherei, Ursula
Hepperle, möchte aber auch diesen e-Service in absehbarer Zeit anbieten.
Immerhin kann man bereits online ins eigene Konto schauen und ein
ausgeliehenes Buch bei dieser Gelegenheit verlängern.
Neues Buch zur Geschichte der Stadtbücherei, von Albrecht Nestle.
Dieser Tage hat die Stadtbücherei einen großen Schritt in die Zukunft
unternommen. Sie darf dabei auf eine lange Geschichte zurückblicken, bei
der es immer wieder solche beachtlichen Modernisierungsschritte gab.
Dies belegt ein kleiner Band, der erst kürzlich erschienen ist: Der
Autor Albrecht Nestle zeichnet darin die Geschichte des
(nicht-akademischen) Lesens und der Literaturversorgung in der
Universitätsstadt nach. Sie begann mit der Gründung der bürgerlichen
Lesegesellschaften im 19. Jahrhundert und führte über die
Volksbibliothek bis zur Einrichtung der Stadtbücherei nach dem Zweiten
Weltkrieg. Der 1966 geborene Albrecht Nestle hat das Erscheinen
seiner Arbeit allerdings nicht mehr erlebt. Er starb im vergangenen Jahr
an einer unheilbaren Krankeit.
Info: Der Band ist in den Kleinen Tübinger Schriften, herausgegeben vom Kulturamt als
Nummer 26, erschienen und trägt den Titel "Zufluchtsstätte für die
bildungsbedürftigen Elemente? Zur Geschichte der Stadtbücherei". 127
Seiten, zahlreiche Abbildungen.
Fotos + Bericht: cityinfonetz
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Ausgrabungsarbeiten am Jebel Al Buhais.
Seit knapp über einem Monat befindet sich wieder eine Gruppe von Archäologen aus dem Tübinger Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters am Jebel Al Buhais. Mitten in der Wüste, im Innern des Emirates Sharjah gelegen, birgt diese Fundstelle eines der wichtigsten Zeugnisse der frühen Besiedlung der arabischen Halbinsel.
Freilegen der Grabungsbefunde.
Zum sechsten Mal sind die Tübinger Archäologen unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Hans-Peter Uerpmann an diesem Fundplatz in den Vereinigten Emiraten an der Arbeit. Bislang ist keine andere Stelle im Landesinneren bekannt, die so umfassend von früher menschlicher Aktivität zeugt. Einzigartig ist vor allem, dass nicht nur zahlreiche Fundstücke und Feuerstellen von den Lagern und der Anwesenheit des Menschen zeugen, sondern dass die sterblichen Überreste der Menschen selbst hier gefunden wurden. Die naturwissenschaftlichen Untersuchungen ergaben, dass diese Menschen sich zwischen etwa 5000 und 4500 v.Chr. regelmäßig im Frühjahr für einige Zeit hier aufhielten, unter anderem um ihre verstorbenen Angehörigen zu beerdigen. Über 300 Bestattungen konnten in den bisherigen Grabungskampagnen aufgedeckt werden, viele davon reich geschmückt, teilweise mit bis zu 2000 fein gearbeiteten Perlen aus Muscheln und Stein.
Dokumentation der Grabungsbefunde.
Schon um 6.30 Uhr - kurz vor Sonnenaufgang - steht das Tübinger Team zusammen mit den Grabungsarbeitern aus Pakistan auf der Fläche. Mit Kelle, Pinsel und bisweilen auch mit Zahnarztbesteck werden die fragilen menschlichen Skelette freigelegt, die Muschelketten herausgeschält, Feuerstellen präpariert und Profile geputzt. Immer mehr Informationen über die Lebensweise in der Steinzeit kommen zu Tage.
Arbeitsbeginn bei Sonnenaufgang.
Ein wichtiges Ergebnis konnte zur Umweltrekonstruktion des Lagerplatzes erzielt werden: am Hang direkt oberhalb der Stelle liefern Sinterschichten Indizien für zwei ehemalige Quellaustritte, die sicher ein wichtiger Faktor bei der Wahl dieses Siedlungsareals darstellten.
Für ein extrem arides Gebiet, wie es hier in der Wüste am arabischen Golf vorliegt, spielt die Rekonstruktion des vergangenen Klimas und der Vegetation sowie Fauna eine große Rolle. So soll die Zeit der Wasserschüttung der Quellen dieses Jahr durch Isotopenuntersuchungen zu datieren versucht werden.
Grabungsarbeiter aus Pakistan beim Freilegen eines ehemaligen Quellaustritts.
In einer Woche werden die Tübinger Studenten und Wissenschaftler die diesjährige Grabungskampagne beenden. Kisten voller Feuerstein-Werkzeuge, Schmuckperlen und weiterer Funde werden nach Tübingen geschickt werden. Gerade die Auswertung dort verspricht noch viele spannende Ergebnisse. Wichtige Erkenntnisse werden darüber hinaus von der anthropologischen Auswertung der menschlichen Überreste, die in Tübingen von Dr. H. Kiesewetter durchgeführt wird, erwartet.
INFO: Aline Kottmann hat uns den Bericht und die Bilder via Internet geschickt. Sie ist Mitglied des Grabungsteams und hat Ende letzten Jahres ihre Magisterarbeit über die Glasproduktion im Schönbuch abgeschlossen. Bis vor kurzem war sie auch Webmasterin des Instituts für Archäologie des Mittelalters.
Link zum Thema:
Fotos + Bericht:
A. Kottmann
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