CIN-Bilder Magazin
Ausgabe vom 09. April 2001


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Games für den Mac - made in Tübingen
 
Ruth Balluffs Bilder vom Ammertal
 
Zauberwelten - Märchenbilder auf Eiern
 
Erscheint demnächst: "Knights and Merchants".

Viele Designer schwören unbeirrt auf ihren "Mac", der bei den Profis nach wie vor sowohl unter Hardware- als auch Software-Aspekten als erste Wahl für das "electronic publishing" gilt.

Trotzdem ist "Windows" inzwischen in der Verbreitung nahezu uneinholbar in Vorsprung gegangen. Den Grund hierfür sehen viele Fachleute in der Tatsache, dass für das Betriebssystem von Microsoft ungleich mehr Software zur Verfügung steht. Und dies gilt in ganz besonderem Maße für den Spielesektor.

Thomas Steiding, Geschäftsführer der e.p.i.c. interactive entertainment GmbH.

In dieser Schieflage des Marktes haben nun einige Firmen einen weltweiten Bedarf der User und damit eine interessante Marktlücke erkannt. Eine dieser Softwareschmieden ist die Tübinger "e.p.i.c. interactive entertainment GmbH".

Firmengründer ist Thomas Steiding, der in der Unistadt Englisch und Geschichte studiert hat. Bereits während des Studiums gab es die ersten programmiertechnischen Gehversuche, damals noch mit dem Amiga. Bald wurde das Schwergewicht auf den "Mac" gelegt und unter anderem ein Multimedia-Lexikon erstellt. 1998 ging dann auch die eigene Website online.

Reinhild Achenau ist für den kaufmännischen Bereich zuständig.

Im Dezember 2000 wurde zusammen mit Reinhild Achenau, einer diplomierten Wirtschaftsingenieurin, die GmbH mit Sitz in Tübingen gegründet. Inzwischen arbeiten die beiden zusammen mit 14 freien Mitarbeitern an 7 parallel laufenden Projekten.

Der größte Aufwand bei der Portierung von "Dosen-Games" nach "Mac" besteht übrigens laut Thomas Steiding darin, den Quellcode "von allem Windows-typischen Ballast zu befreien". Die Produktionsdauer von der Anlieferung des Source-Codes bis zur fertigen Mac-Version beträgt im Durchschnitt drei bis sechs Monate.

"Earth 2140" in der Mac-Version war ein großer Erfolg.

Das Konzept scheint aufzugehen, denn allein die Demoversion des Spiels "Earth 2140" verzeichnete seit Januar 2001 über 40.000 Downloads von der e.p.i.c.-website. Und das selbst programmierte und produzierte Amiga-Spiel "Foundation" wurde (für Amiga-Soft beachtliche) 6.000 Mal verkauft.

Und so kommt es nicht von ungefähr, dass angesichts des rasch wachsenden Geschäftsvolumens zur Zeit Überlegungen in dem kleinen Unternehmen diskutiert werden, den Sitz Ende des Jahres von Tübingen nach Frankfurt und damit in die Nähe der meisten und wichtigsten Geschäftspartner zu verlegen.

Link zum Thema:
Fotos + Bericht: cityinfonetz
  Wurmlinger Kapelle.

Ruth Balluff "zeichnet" mit ihren Fotografien die Landschaft in feinen Strichen. Die Farben sind differenziert, die Stimmungen verhalten. Es gibt keine touristischen Perspektiven, keinen prallen Sonnenschein. Stattdessen ist die Tübinger Fotografin bei allen Wetterlagen unterwegs, vor allem im Ammertal, aber auch auf der Schwäbischen Alb und am Bodensee. Wir haben eine kleine Auswahl aus ihrem fotografischen Werk getroffen und daraus zusammengestellt.

Zerfallende Weinbergterrassen.

Balluffs meist kleinformatige Bildwerke sind aufwändige Kompositionen. Ihr Aufbau ist bis in die Details durchdacht, ohne dabei inszeniert zu sein. Allein Natur und Landschaft liefern ihr die grafischen Elemente für die Aufnahmen. Menschen sind darauf nur selten zu sehen. Dennoch spielen sie eine große Rolle. Überall sind ihre Spuren zu entdecken. Die Kulturlandschaft ist geprägt von ihren Wegen, ihren Feldern, Wiesen und Bäumen.

Baumgruppe mit Bank.

Ruth Balluff stammt aus der alten Ludwigsburger Architektenfamilie Baumgärtner. Weil sich ihr Vater als Arzt in Schwäbisch Hall niederließ, ist sie dort 1922 zur Welt gekommen und auch aufgewachsen. Von den Eltern hat sie die Liebe zur Natur und Landschaft vererbt bekommen. Schon der Vater hat fotografiert. Von ihm hat Ruth Balluff sehen gelernt und er hat ihr auch die erste Kamera geschenkt. Schon im Mädchenalter durchstreifte sie damit Feld und Flur.

Radfahrer mit Baumgruppe.

Aus dem Hobby wurde der Beruf: Von 1941 bis 1943 besuchte Balluff die Bayerische Staatslehranstalt für Lichtbildwesen in München. Nach dem Krieg arbeitete sie als Pressefotografin für das Haller Tagblatt. "Kennst Du Deine Heimat?" hieß eine Serie von Bildberichten, für die sie in den fünfziger Jahren verantwortlich zeichnete. Daneben entstanden Werbefotos für die Schwäbisch Haller Bausparkasse. 1959 machte sich Balluff selbständig und eröffnete ein eigenes Fotogeschäft samt Studio in Neuenstein. Zuletzt arbeitete sie als Fotografin für das Archäologische Institut der Universität Tübingen. Hier - in Tübingen - hat sie sich 1986 auch zur Ruhe gesetzt. Seitdem wurde ihr der Beruf zum Lebensinhalt. So oft es ihre Zeit und Gesundheit erlauben, ist sie mit der Kamera im Freien unterwegs.

"Von unterwegs" - so lautet auch der Titel einer Ausstellung in Gaienhofen, bei der die Künstlerin jetzt erstmals einen Teil ihres Werkes in der Öffentlichkeit präsentiert. Es ist allerdings nur ein kleiner Ausschnitt, den man dort zu sehen bekommt, denn ihr fotografisches Gesamtwerk umfasst mittlerweile einige tausend Aufnahmen. Die meisten davon hat sie im vergangenen Jahr dem Stadtarchiv Tübingen vermacht. Es war ihr ein Anliegen, dass sie dadurch der Nachwelt erhalten bleiben. Dort, im Stadtarchiv, stehen ihre Alben nun direkt neben den Ordnern eines anderen bekannten Fotografen aus Schwäbisch Hall: Paul Swiridoff. Der hatte vor ein paar Jahren seine Tübingen-Bilder ebenfalls der Stadt überlassen.


Aus dem CIN-Bilder Archiv:
Fotos: Ruth Balluff
Bericht: cityinfonetz
  "Rumpelstilzchen" auf einem Eier-Zepter.

Im Ostereimuseum in Sonnenbühl-Erpfingen auf der Schwäbischen Alb, dem einzigen seiner Art in ganz Deutschland, findet zur Zeit die Sonderausstellung "Zauberwelten - Märchenbilder auf Eiern" statt. Wir haben einige der märchenhaften und österlichen Motive auf einem festgehalten.

Zum Teil sind die Vitrinen auch liebevoll mit Märchenfiguren dekoriert.

Passend zur Jahreszeit gibt es im Erdgeschoss des liebevoll renovierten ehemaligen Schulhauses rund 120 Kunstwerke auf Eiern zu sehen, die von 15 verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern geschaffen wurden.

Insgesamt werden rund 20 verschiedene Märchen dargestellt, bei denen natürlich die der Gebrüder Grimm einen deutlichen Schwerpunkt bilden.

Zur Zeit kann man den Künstlern bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Neben dieser Sonderschau kann natürlich auch die Dauerausstellung im ersten und zweiten Stockwerk besichtigt werden.

Eine unglaubliche Fülle von Ausstellungsstücken in den verschiedensten Farben, Formen und Techniken bieten hier Einblicke in die unterschiedlichen Osterbräuche von gestern und heute in Nah und Fern.

Bis Ostermontag gibt es noch den traditionellen "Ostereiermarkt".

Info:
Öffnungszeiten:
Vom 10. März bis 4. Juni 2001
Dienstag bis Samstag von 10 bis 17 Uhr.
Sonntag und Feiertag von 11 bis 17 Uhr.
Montag geschlossen.

Auskünfte, Anmeldungen und Führungen:
Ostereimuseum Sonnenbühl
Steigstraße 8
72820 Sonnenbühl-Erpfingen
Telefon: 07128 / 774
Telefax: 07128 / 92550
oder per E-Mail an info@sonnenbuehl.de

Aus dem CIN-Bilder Archiv:
Bisherige Ausflugtipps: Link zum Thema:
Fotos + Bericht: cityinfonetz
 

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