Von links: Anna Winkelbauer (2.Platz), Nina Kuhlmann (1.Platz)und Yvonne Amman (3.Platz).
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Am Samstag wurde in der Tübinger Discothek "Cinderella" öffentlich gecastet. Zwar ging es (noch) nicht um die Rollenbesetzung bei einer Film- oder Fernsehproduktion. Die Siegerin erhielt jedoch der Titel "Model of Tübingen 2001". Acht Bewerberinnen aus Tübingen und der Umgebung waren angetreten, um sich gegen Mitternacht dem kritischen Urteil der rund 500 überwiegend männlichen Zuschauer und der Jury zu stellen.
Wir haben von allen Teilnehmerinnen ein
erstellt.
Günther Hermann von der "Event Academy" leitete den Wettbewerb.
Die Teilnehmerinnen mussten zwischen 16 und 26 Jahre alt sowie kinderlos sein, und es durften keine Aktfotos von ihnen existieren.
In der ersten Runde, die die Kandidatinnen im Einheitslook Jeans und T-Shirt (mit Werbeaufdruck der Casting-Agentur) bestritten, wurden sie in einem Kurzinterview über persönliche Dinge befragt. Die Hobbies der meist 17-18jährigen Schülerinnen waren nahezu einheitlich Tanzen, die Berufswünsche erstreckten sich von Kindergärtnerin über Rechtsanwältin bis hin zum sich "Einen-reichen-Typen-angeln".
Die preisgekrönten Models Slata Hellmann und Melanie Mohl verfolgten aufmerksam das Geschehen.
Es folgte der vielbejohlte zweite Durchgang in Badekleidung. Viele der hochgesteckten Erwartungen des immer näher zur Bühne drängenden männlichen Fachpublikums wurden jedoch enttäuscht, denn die Mädchen trugen hochgeschlossene weiße Einheitsbadeanzüge, die vom Veranstalter gestellt worden waren.
Dann zog sich die Jury, die sich aus der frisch gekürten Bundessiegerin Slata Hellmann, der "Miss most photogenic" Melanie Mohl aus Wildberg sowie vier Zuschauern zusammensetzte, zur Beratung zurück.
Die Jury setzte sich aus "Profis" und "Amateuren" aus dem Publikum zusammen.
Siegerin wurde die 17jährige Nina Kuhlmann aus Reutlingen. Sie ist Schülerin, liebt schnelle Autos und jobbt in der Freizeit bei einer Security-Firma, die auch im Stadion des SV Reutlingen für die Sicherheit sorgt. Es folgten mit jeweils nur knappem Abstand Anna Winkelbauer aus Tübingen und Yvonne Amman aus Albstadt
Alle drei sind nun für den baden-württembergischen Contest und im Falle eines Weiterkommens für das Deutschland-Finale qualifiziert.
Aus dem CIN-Bilder Archiv:
Fotos + Bericht: cityinfonetz
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Für zu wuchtig befunden! Diese Neubaupläne sind gescheitert.
Das war dann doch zu viel! Das Kino-Center an der Blauen Brücke wurde im
Planungsausschuss des Tübinger Gemeinderats gestoppt. Die meisten Räte
hielten die neuen Pläne für den "Friedrichstraßen-Palast" offenbar für zu
wuchtig und ausladend.
Damit ist der Versuch der Hypovereinsbank fürs Erste gescheitert, den
als Konzerthaus von dem Künstler Wei Tsin-Fu begonnenen Neubau
fortzusetzen. Die Bauruine wird also weiterhin Tübingens Stadteinfahrt
zieren. Vielleicht sollte man schon mal ein paar Efeuranken daran
pflanzen.
Die Ruine an der Blauen Brücke darf vorerst weiter vor sich hin rotten.
Kaum vorstellbar, was da an der Blauen Brücke in den Tübinger Himmel
gebaut worden wäre. Der Komplex hätte ein Gesamtvolumen von 65.000
Kubikmeter beinhaltet. Damit hätte der Monolith seine gesamte Umgebung
dominiert.
Zum Vergleich: Der Büroturm gegenüber bringt es nur auf ein Viertel
dieser Summe. Er wäre künftig zum kleinen Bruder des Kino-Centers
degradiert worden.
Die Blaue Brücke in den 1950er Jahren mit dem frisch errichteten Maison de France.
Was an der Blauen Brücke nun geschehen soll, bleibt vorerst offen. Die
Ratsfraktionen beschlossen erst mal die Aufstellung eines
Bebauungsplanes. Darin soll festgeschrieben werden, dass der Standort
zwischen Steinlach und Bahn für den Gemeinbedarf reserviert bleibt.
Auf dem Rathaus rechnet man damit, dass die Ruine über kurz oder lang
zur Zwangsversteigerung kommt. Unter Umständen will man dann mitbieten,
um den strategisch wichtigen Platz in die eigene Hand zu bekommen.
Ruinen-Romantik von hinten.
Bis dahin darf man sich an alten Aufnahmen freuen, die die Blaue Brücke
noch in den fünfziger Jahren zeigen. Damals war das "Maison de
France" gerade neu errichtet worden. Die Franzosen nutzten es bis in
die neunziger Jahre als Hotel-, Kino- und Kulturzentrum.
Aus dem CIN-Bilder Archiv:
Fotos: cityinfonetz und Albrecht Faber / Stadtarchiv Tübingen
Bericht: cityinfonetz
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Die Tübinger "Maisinger" 1999
Real-Video-Clip, 29 Sec., 310 KB
Der diesjährige Eventkalender von Tübingen ist in der letzten Woche um ein geräuschvolles Ereignis ärmer geworden.
Kurz vor dem namensgebenden Datum, dem 1. Mai, ist das alljährliche "Maisingen" der Verbindungsstudenten bzw. das "dagegen Anschreien" einer alles andere als schweigenden Mehrheit von Vertretern beider Gruppierungen abgesagt worden.
Die Tübinger "Maipfeifer" 1999
Real-Video-Clip, 24 Sec., 247 KB
Das (vorläufige) Aus für dieses Tübingen-typische Event, das einen Publicity-Vergleich mit anderen studentischen Veranstaltungen nicht zu scheuen brauchte, kam auf Betreiben des Ersten Bürgermeisters Gerd Weimer, der nicht nur dem Kultur-, sondern auch dem Ordnungsamt vorsteht.
Ihm waren die Kosten in Höhe von 100.000 DM für den Einsatz von drei Hundertschaften Göppinger Bereitschaftspolizisten als Ordnungskräfte für diese Art des Stadtmarketings entschieden zu hoch.
Der Ernst hatte in den letzten Jahren auf beiden Seiten nachgelassen.
Seinen Anfang hatte das alljährliche Spektakel zu Beginn des Wonnemonats im Jahre 1983, als die schon Jahre zuvor gepflegte burschenschaftliche Tradition des "Singens in den Mai" von "progressiven Kräften" als reaktionär erkannt wurde und die Konfrontation der Sänger mit einer Gegendemonstration auf dem Marktplatz zu einer handfesten Schlägerei führte.
In den folgenden Jahren nahm die Beliebtheit dieser Gegendemo auf Seiten der Protestler immer mehr zu, so dass 1986 ein Häuflein von 200 sangeswilligen Verbindungsstudenten gegen einen rund 5000kehligen Gegenchor anzutreten hatte.
Erinnerungen an die 68er Jahre wird es in diesem Jahr nicht geben.
Im Laufe der Zeit trat die ursprünglich ideologisch begründete Motivation der "Anti-Maiensang-Seite" immer mehr in den Hintergrund. Die Veranstaltung erfreute sich jedoch nach wie vor als eine Art Frühlings-Happening im jährlichen Zyklus zwischen Feuerzangenbowle auf dem Haagtorplatz im Winter und Stocherkahnrennen auf dem Neckar im Sommer weiterhin großer Beliebtheit (siehe CIN-Bilder-Bericht von 1998 und 1999).
Da der Verzicht der beteiligten Parteien sich nur auf das diesjährige Maisingen bezieht, richten sich nun die Hoffnungen traditionsbewusster Vertreter beider Seiten auf das Wiederaufleben dieses fast ein Viertel Jahrhundert währenden Brauches im nächsten Jahr.
Aus dem CIN-Bilder Archiv:
Link zum Thema:
Bericht + Fotos:
cityinfonetz
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